Was ist eigentlich UV-Strahlung?

UV-Strahlung oder ultraviolettes Licht – wichtig, gesund, oder doch nur „die unsichtbare Gefahr“?! Die kurze Antwort lautet: alles ist irgendwie richtig!

Sonenlicht umfasst sichtbares Licht, Infrarotlicht (als Wärme spürbar) und UV-Licht (weder sicht- noch spürbar).

UV-Licht, UV-Strahlung, oder auch ultraviolette Strahlung umfasst den Wellenlängenbereich von 100-400 Nanometer (nm). Zum Vergleich: sichbares Licht liegt bei ca. 400 – 750 nm. Die UV-Strahlung bildet den energiereichsten Teil der optischen Strahlung und lässt sich unterteilen in UV-A (ca. 320-400 nm), UV-B (ca. 280-320 nm) und UV-C (ca. 100-280 nm). Während UV-C-Strahlung komplett von der Atmosphäre bzw. der Ozonschicht weggefiltert wird, dringt UV-B-Strahlung noch zu ca. 10% durch, UV-A-Strahlung jedoch vollständig. Je nach Region (zB am Südpol) dringt unter Umständen mehr UV-B Strahlung zur Erde durch, das Sonnenbrand- und Hautkrebsrisiko ist dann generell erhöht.

UV-Strahlung ist (in Maßen genossen) nicht nur gesund, sondern sogar lebenswichtig:

Nur mit Hilfe von UV-B-Strahlung kann der Mensch Vitamin D produzieren. Ein Mangel an Vitamin D wird u.a. mit Ostheoporose in Verbindung gebracht, es wird auch ein Zusammenhang mit der Entstehung bestimmter Krebsarten oder Typ 1 Diabetes vermutet.

Der Körper verfügt über verschiedene Reparaturmechanismen, um UV-A und UV-B bedingte Schädigungen zu minimieren – aber dieser Selbstschutz reicht eben nur bis zu einem bestimmten Punkt, dann drohen bleibende Schäden.

Zu viel UV-Licht führt zu zahlreichen Schädigungen an Augen und Haut:

  • Bindehautentzündung, Schädigung der Netzhaut des Auges und der Linse
  • Sonnenallergie und Sonnenbrand (generell gilt: je kurzwelliger und energiereicher die UV-Strahlung, desto schädigender ist sie)
  • Vorzeitige Hautalterung, Falten und dauerhafte Überpigmentierung (Leberflecke, Altersflecke)
  • Hautkrebsvorstufen und verschiedene Typen von Hautkrebs

Wie so oft in der Medizin gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift.

 

 

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