UV-Überdosis: Sechs unvermutete UV-Fallen

Wenn Du im Sommer und über Mittag in der prallen Sonne liegst, bekommst Du Sonnenbrand. Das ist klar. Aber es gibt so einige Situationen, in denen man nicht mit Sonnenbrand rechnet. Wie oft habe ich mir schon an einem windig-kühlen, bewölkten Sommertag gerötete Haut oder sogar einen Sonnenbrand geholt! Und es gibt noch ein paar weitere Beispiele für unvermutete „UV-Fallen“:

1) Unter dem Sonnenschirm

UV-Strahlung streut sehr stark, im Schatten bekommst Du noch bis zu 50% der UV-Strahlung ab. Wichtig für die genaue Belastung ist der Untergrund (Sand reflektiert ca. 4x so viel wie Gras), und wie dicht der Stoff des Sonnenschirms ist. Tipp: Es gibt Sonnenschirme mit einer LSF-Bezeichnung, hier kann man sich sicher sein!

 

2) Durch die Kleidung hindurch

Dunkler, dicht gewebter Stoff oder spezielle UV-Schutz-Kleidung verhindert, dass UV-Strahlung zum Körper durchdringt. Anders sieht das bei hellen, luftig gewebten Kleidungsstücken aus: Hier kann noch fast 50% der UV-Strahlung durchdringen. Tipp: Bei UV-Schutzkleidung, aber auch manchmal bei regulärer Kleidung wird der Lichtschutzfaktor angegeben.

 

3) Hinter dem Autofenster

Hast Du schon mal Bilder von LKW-Fahrern gesehen, die auf der linken Körperhälfte deutlich gebräuntere, faltigere Haut haben als auf der rechten Körperhälfte? Der Grund ist, dass viele Scheiben nur vor UV-B, aber nicht vor UV-A schützen. UV-A ist vor allem für die Hautalterung verantwortlich. Tipp: In der Regel schützen nur die Frontscheiben sowohl vor UV-A also auch vor UV-B, daher eincremen oder spezielle Filter und Abschattungen verwenden, vor allem für Kinder auf dem Rücksitz!

 

4) Durch die Sonnenbrille hindurch

Manche Sonnenbrillen – vor allem billige oder gefälschte Sonnenbrillen – haben gar keinen UV-Schutz. Sonnenbrillen ohne UV-Schutz sind übrigens gefährlicher für die Augen als keine Sonnenbrille: Durch die Verdunkelung weiten sich die Pupillen, so dass UV-Strahlen leichter ins Innere der Augen gelangen. Tipp: Kaufe Sonnenbrillen entweder beim Optiker, oder lasse dort den UV-Schutz der Sonnenbrille nachmessen.

 

5) Im Wasser beim Schwimmen

Wenn Du schwimmst, wäscht sich die Sonnencreme ab. Darüber hinaus bekommst Du 30cm unter der Wasseroberfläche noch viel UV-A und UV-B Strahlung ab. Durch das kühle Wasser merkst Du die Wärme der Sonne nicht und unterschätzt die UV-Belastung. Und das führt dann dazu, dass Du auch im Wasser Sonnenbrand bekommen kannst.

 

6) Sonnenbrand trotz „Vorbräunen“ im Solarium

Ich hatte mal eine Kollegin, die vor dem Sommerurlaub immer ins Solarium ging, um dem Sonnenbrand vorzubeugen. Funktioniert das? Leider nein: UV-B Strahlen führen zu den sogenannten „Lichtschwielen“, also einer Bräunung, die dann die Sonnenempfindlichkeit senkt. Im Solarium sind vor allem UV-A Strahlen wirksam, die nur in den oberen Hautschichten zu einer vorübergehenden Bräune, aber nicht zu den Lichtschwielen und damit dem Hautschutz führen.

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